Kreuzfahrten scheinen ein neues Massenphänomen zu sein. Jahr für Jahr gibt es Erfolgsmeldungen zu immer größeren Schiffen, immer mehr Gästen, neuen Routen. Tatsächlich hat das Reisen auf Passagierschiffen über die Weltmeere eine lange Tradition. Von dieser berichtet Dr. Marleen von Bargen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Schiffahrtsmuseum. Unter dem Titel „Willkommen an Bord! Die Passagierschifffahrt zu Beginn des 20. Jahrhunderts“ wirft sie bei SCIENCE GOES PUBLIC! am Donnerstag, 29. März ab 20.30 Uhr im „Lady Tee’s „ einen Blick in die Anfänge der Kreuzfahrt. Der Eintritt ist wie immer kostenfrei.
Schon ab 1900 erlebte die massenhafte Beförderung Reiselustiger mit den großen Dampfschiffen der Reedereien des Norddeutschen Lloyd (NDL) und der HAPAG, die auf der Transatlantikroute fuhren, einen ersten Höhepunkt. In ihrem unterhaltsamen Kurzvortrag berichtet Dr. Marleen von Bargen von den ersten Passagierdampfern und ihren Zwischen- und Sonnendecks, von den Reisenden jener Zeit und wie sich das alltägliche Leben an Bord für die unterschiedlichen Passagiere gestaltete. Sie erläutert, warum es für viele Reisende so wichtig war, mit welchem Schiff sie fuhren und welche politische und gesellschaftliche Bedeutung die Passagierschifffahrt für die damalige Gesellschaft hatte.
2015 in Bremerhaven gestartet, ist SCIENCE GOES PUBLIC! seit letztem Herbst eine Landesinitiative. Zu verdanken ist dies der Kooperation des Bremerhavener Netzwerks „Pier der Wissenschaft“ mit dem Netzwerk Wissenschaftskommunikation Bremen/Bremerhaven. Die Veranstaltungsreihe wird von der Erlebnis Bremerhaven GmbH und der Wirtschaftsförderung Bremen GmbH unterstützt.
SCIENCE GOES PUBLIC! widmet sich immer donnerstags bis zum 12. April neuesten Erkenntnissen der heimischen Wissenschaft, die von Forschern im ungewöhnlichen Ambiente einer Kneipe unterhaltsam vermittelt werden.

Wie viel Kabeljau gibt es eigentlich noch? Karl-Michael Werner vom Johann Heinrich von Thünen-Institut kann es berichten, denn er hat an einer Forschungsfahrt nach Grönland auf der Suche nach dem wichtigen Speisefisch teilgenommen. Sein Kurzvortrag „Auf den Spuren des Kabeljau“ findet im Rahmen von „SCIENCE GOES PUBLIC!“ am Donnerstag, 22. März ab 20.30 Uhr statt. Der Eintritt ist wie immer kostenfrei. Veranstaltungsort ist „Das Rüssel“.
„Fische zählen ist wie Bäume zählen, nur, dass man Fische nicht sieht und sie sich ständig bewegen“, benennt sehr bildlich die Fischereibiologe-Branche die Herausforderung für die Forscher. Herauszufinden, wie viel Fisch es im Meer gibt, um eine nachhaltige Quotenempfehlung und Fischerei zu gewährleisten, ist also nicht einfach.
Seit 1982 beteiligt sich das Thünen Institut für Seefischerei mit einer jährlichen Forschungsfahrt aktiv an der Fischereiforschung in grönländischen Gewässern, um den wissenschaftlichen Beitrag zur Bewirtschaftung dieses Bestandes zu leisten. Karl-Michael Werner wird darstellen, wie diese scheinbar unlösbare Aufgabe angegangen wird und was mit den Daten passiert, die dabei gesammelt werden. Auch die Frage, warum ein deutsches Forschungsinstitut diese Aufgabe in Grönland übernimmt und was das mit Armut in der grönländischen Bevölkerung zu tun hat beantwortet er mit Bildern, Anekdoten und ein bisschen Biologie auf unterhaltsame Art.
2015 in Bremerhaven gestartet, ist „SCIENCE GOES PUBLIC!“ seit letztem Herbst eine Landesinitiative. Zugleich ist die Veranstaltungsreihe eine Kooperation des Bremerhavener Netzwerks „Pier der Wissenschaft“ mit dem Netzwerk Wissenschaftskommunikation Bremen/Bremerhaven. Die Veranstaltungsreihe wird von der Erlebnis Bremerhaven GmbH und der Wirtschaftsförderung Bremen GmbH unterstützt.
„SCIENCE GOES PUBLIC!“ widmet sich immer donnerstags bis zum 12. April neuesten Erkenntnissen der heimischen Wissenschaft, die von Forschern im ungewöhnlichen Ambiente einer Kneipe unterhaltsam vermittelt werden.
Weitere Information unter www.sciencegoespublic.de.

Im Rahmen einer Projektarbeit haben die Studierenden ein Konzept entwickelt, um zu prüfen, ob es regionale Unterschiede im Geschmacksempfinden gibt und ob diese messbar sind.
Die Idee wurde im Pier der Wissenschaft geboren. Dort beschäftigen sich Bremerhavener Wissenschaftseinrichtungen u. a. mit der Umsetzung von Projekten der Citizen Science (Bürgerwissenschaft), die mit Hilfe von Bürgern (Laien) durchgeführt werden. Benjamin Küther vom ttz Bremerhaven ist in diesem Zusammenhang gleich das Thema Geschmack eingefallen. „Mit dem Geschmack kennt sich so ziemlich jeder aus und daher bieten Untersuchungen in diesem Bereich ein großes Potential für die Einbeziehung von Bürgern“, sagt Benjamin Küther, der die Studierenden von Seiten des ttz Bremerhaven betreut hat.
Von Oktober 2017 bis Februar 2018 haben die Studierenden an der Idee gearbeitet, nach Fördermöglichkeiten recherchiert und ein Konzept zur Entwicklung einer virtuellen Geschmackslandkarte erstellt. Die Online-Plattform mit Test-App soll in einem ersten Schritt die regionalen Unterschiede zeigen und im zweiten Schritt könnte sie Unternehmen dienen, um ihre Produkte an die regionalen Geschmäcker anzupassen. Eine Kombination verschiedener Tests (online und offline) soll herausstellen, ab welcher Konzentration ein Geschmackseindruck von Testern wahrgenommen wird. Eine möglichst große, aus deutschlandweit ansässigen Testern zusammengesetzte Stichprobe, soll die „Geschmackslandkarte“ mit Daten speisen.
Das Besondere an dieser offenen Form der Wissenschaft, stellt die Rolle der Tester dar. Diese werden nicht nur dazu ausersehen Daten zu erheben, sondern auch an dem Ergebnis teilzuhaben und sich aktiv über die Thematik zu informieren. Felix Haumann aus dem studentischen Projektteam sagt, „Gerade die interaktive Website soll dazu anregen, sich mit dem Thema zu beschäftigen, unter den Regionen Vergleiche anzustellen und sein Geschmacksverhalten mit dem deutschen Durchschnitt zu vergleichen.“
Das ttz Bremerhaven ist ein unabhängiger Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Kompetenzfeldern Lebensmitteltechnologie, Aquakultur, Biomasse, Analytik, Sensorik sowie Verfahrenstechnik. Seit mehr als 30 Jahren begleitet das ttz Bremerhaven Unternehmen jeder Größenordnung bei der Planung und Durchführung von Innovationsvorhaben und der Akquisition entsprechender Fördermittel auf nationaler und europäischer Ebene.

Mikroorganismen produzieren im Grund der flachen Meeresregionen nördlich von Sibirien aus Pflanzenresten Methan. Gelangt dieses Treibhausgas ins Wasser, kann es im Meereis eingeschlossen werden, das sich auf diesen Küstengewässern bildet. Damit kann Methan über Tausende von Kilometern durch das Nordpolarmeer transportiert und Monate später in völlig anderen Regionen wieder freigesetzt werden. Darüber berichten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts in der aktuellen Ausgabe des Online-Journals Scientific Reports. Auch wenn der Klimawandel dieses Wechselspiel zwischen Methan, Meer und Eis stark beeinflusst, ist es in den Modellen der Klimaforscher bisher noch nicht berücksichtigt.
Nur ein paar hundert Kilometer entfernt vom Nordpol bahnt sich der Eisbrecher Polarstern vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) im August 2011 seinen Weg durch das eisbedeckte Nordpolarmeer. Im Wasser dort im hohen Norden untersucht die AWI-Geochemikerin Dr. Ellen Damm das Treibhausgas Methan. Bei einer Expedition ins gleiche Gebiet findet die Forscherin vier Jahre später erheblich weniger Methan in den Wasserproben, und kann so die Messungen vom gleichen Ort zu verschiedenen Zeiten vergleichen.
Diese Proben hat Ellen Damm gemeinsam mit Dr. Dorothea Bauch vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und weiteren Kollegen analysiert. Ziel war es, die Methanmengen regional zu erfassen und ihre Herkunft zu bestimmen. Indem sie Sauerstoff-Isotopen im Meereis messen, können die Wissenschaftlerinnen rückschließen, wann und wo das Eis entstanden ist. Dafür hatten sie an Orten der Wasserproben zusätzlich auch Meereisproben genommen. Ihr Ergebnis: Das Eis transportiert das Methan offensichtlich quer durch das Nordpolarmeer. Und das anscheinend von Jahr zu Jahr anders, berichten die beiden Forscherinnen gemeinsam mit Kollegen vom AWI, vom Finnischen Meteorologischen Institut in Helsinki und von der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau in der Online-Zeitschrift Scientific Reports.

So stammten die Proben aus dem Jahr 2011 aus Meereis, das knapp zwei Jahre vorher, im Oktober 2009, in den Küstengewässern der Laptewsee weit im Osten Sibiriens seine lange Reise nach Norden begonnen hatte. Die deutlich geringeren Mengen an Treibhausgas der Proben aus dem Jahr 2015 waren gerade einmal halb so lang im Arktischen Ozean unterwegs. Dieses Eis hatte sich viel weiter draußen in tieferem Wasser auf dem Meer gebildet, wie die Analysen zeigten. In den Modellen der Klimaforscher aber spielt dieses Wechselspiel von Methan, dem Nordpolarmeer und dem dort schwimmenden Eis bisher keine Rolle.
Jedes Molekül Methan in der Luft treibt die Temperaturen 25-mal stärker in die Höhe als Kohlendioxid, das bei der Nutzung von Kohle, Erdöl und Erdgas in die Atmosphäre gelangt. Auch in der Arktis trägt daher Methan erheblich zur starken Erwärmung hoher nördlicher Breiten bei und verstärkt die globale Klimaerwärmung weiter. Es gibt also gute Gründe, sich den Methankreislauf im hohen Norden genauer anzuschauen.
Methan entsteht bei der Rinderzucht oder dem Anbau von Reis, aber auch in vielen anderen natürlichen Prozessen. So sammeln sich im Boden der flachen Laptewsee nördlich von Sibirien wie auch in anderen flachen Gewässern vor den arktischen Küsten Reste von Algen und anderem Pflanzenmaterial. Fehlt dort Sauerstoff, verdauen Mikroorganismen diese Biomasse und produzieren dabei Methan. Bisher berücksichtigen die Modellrechnungen noch zu wenig die Wege von Kohlenstoff und die Methanfreisetzung aus arktischen Regionen.

Wenn im Herbst die Temperaturen in der Luft sinken, kühlt auch das an vielen Stellen offene Wasser ab. „An der Oberfläche der russischen Schelfmeere bildet sich jetzt Meereis, das von starken Winden Richtung Norden getrieben wird“, erklärt AWI-Meereisphysiker Dr. Thomas Krumpen, der ebenfalls an der Studie mitgearbeitet hat. Durch Eisbildung und ablandige Winde entsteht dann auf den flachen Randmeeren eine kräftige Strömung, die die Sedimente aufwirbelt und das dort gebildete Methan in die Wassersäule trägt. Das Methan aber kann im Eis eingeschlossen werden, das sich auf einer solchen Polynja genannten offenen Wasserfläche im Winter rasch wieder bildet.
„An diesem Eis friert weiteres Wasser fest und kann dabei die enthaltene Salz-Lake ausstoßen, die große Mengen des im Eis eingeschlossen Methans mitreißen kann“, erklärt AWI-Forscherin Ellen Damm. Dadurch bildet sich unter dem Wasser eine Schicht, die nicht nur sehr viel Salz, sondern auch größere Mengen Methan enthält. Das Eis auf dem Meer und das dichte Salzwasser darunter aber wird mitsamt dem darin enthaltenen Treibhausgas vom Wind und den Strömungen weiter getragen. „Es dauert ungefähr zweieinhalb Jahre, bis das Eis, das sich an den Küsten der Laptewsee gebildet hat, quer über das Nordpolarmeer und am Nordpol vorbei bis in die Framstraße zwischen der Ostküste Grönlands und Spitzbergen getrieben wird“, erklärt Thomas Krumpen. Das im Eis und im Salzwasser darunter enthaltene Methan macht diese Wanderung natürlich mit.
Die steigenden Temperaturen im Klimawandel schmelzen dieses Eis zunehmend. Sowohl die vom Meereis bedeckte Fläche wie auch die Dicke des Eises nehmen daher in den letzten Jahren weiter ab. Dünneres Eis aber wird vom Wind schneller weiter geschoben. „Tatsächlich beobachten wir, dass in den vergangenen Jahren das Eis immer schneller über das Nordpolarmeer getragen wird“, erklärt Thomas Krumpen. Dadurch ändert sich natürlich auch der Methan-Umsatz in der Arktis kräftig. Quellen, Senken und Transportwege von Methan in der Arktis zu quantifizieren, bleibt eine große Herausforderung für die Wissenschaft.

Das zweitgrößte Schelfeis der Welt war das Ziel einer Polarstern-Expedition, die am 14. März 2018 im chilenischen Punta Arenas endet. Ozeanographen des Alfred-Wegener-Instituts haben entlang der gesamten Gletscherfront des Filchner-Ronne-Schelfeises gemeinsam mit nationalen und internationalen Kollegen wichtige Daten aufgezeichnet, um das Schmelzen des antarktischen Eispanzers zu ergründen und eine bedeutende Region für den globalen Meeresspiegelanstieg multidisziplinär unter die Lupe zu nehmen.
Der Forschungseisbrecher Polarstern ist zwar ebenso Wetter und Naturgewalten ausgesetzt wie andere Schiffe auch. Dank der intensiven Nutzung hochauflösender Satellitendaten, einer hervorragenden Wettervorhersage des Bord-Meteorologen, sowie der Möglichkeit, das Meereis per Hubschrauber zu erkunden, gelang es Crew und Wissenschaft trotzdem, sehr erfolgreich durch das antarktische Eis zu navigieren. So konnten die Forscher um Fahrtleiter Dr. Michael Schröder vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) die gesamte, gut 800 Kilometer lange Front des Filchner-Ronne-Schelfeises erkunden.
Wissenschaftliches Ziel der Expedition namens FROST (Filchner Ronne Outflow System Tomorrow) war es, Daten und Proben zu gewinnen, die das Prozessverständnis über die Wechselwirkungen zwischen dem Ozeanwasser und dem antarktischen Eisschild verbessern. Landseitig des riesigen, auf dem Ozean schwimmenden Filchner-Ronne-Schelfeises liegen die Gletscher der Ostantarktis, deren Eismassen nach Norden in das Weddellmeer abfließen. Viele Faktoren bestimmen die Fließgeschwindigkeit und somit auch, wie viel die Gletscherschmelze zum Anstieg des globalen Meeresspiegels beiträgt. Zu diesen Faktoren gehörigen beispielsweise Temperatur und Menge des Ozeanwassers, das unter das Schelfeis strömt. Die Bodentopographie bestimmt, wie weit das Wasser vordringen und sich ausbreiten kann, und die An- oder Abwesenheit von Meereis kann die Wechselwirkungen mit dem offenen Ozean verringern oder erhöhen. All diese Faktoren haben die Expeditionsteilnehmer jetzt mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Methoden aufgezeichnet.

„Besonders wertvoll sind hydrographische Schnitte, mit deren Daten und Proben wir die Wassermassenverteilung, die Ausbreitungspfade, das Alter der Wassermassen und ihre Schmelzwasseranteile im Bereich des Filchner-Troges bestimmen können. Dies ist bislang keinem Schiff innerhalb einer Saison geglückt“, berichtet AWI-Ozeanograph Michael Schröder begeistert von Bord. Die Wissenschaftler konnten die gesamte Front des Filchner-Ronne-Schelfeises von 61° West an der Antarktischen Halbinsel bis 35° 30’ West in der südöstlichen Ecke des Filchner-Troges beproben. Das sind stattliche 438 Seemeilen, auf denen sie im Abstand von 15 bis 20 Kilometern auf insgesamt 48 Stationen ihre wissenschaftlichen Geräte einsetzten.
Unter besonderer Beobachtung stand der Filchner-Trog selber, ein Meeresgraben im südlichen Weddellmeer. Dies ist ein Gebiet intensiven Einstroms warmer sowie Ausstroms kalter Wassermassen, die an der Schelfeis-Ozean-Wechselwirkung beteiligt sind. Hier führten die Forscher auf Schnitten quer zum Trog ein umfangreiches Messprogramm durch: einen West-Ost Schnitt bei 76° Süd nördlich des Eisberges A23A, der wegen widriger Eisbedingungen bisher noch nie gelang. Diese Messungen erweitern jetzt die Aufzeichnungen von Verankerungen, die bereits seit vier Jahren ganzjährig Temperatur, Tiefe, Salzgehalt und Strömung im südlichen Weddellmeer messen. „Außerdem konnten wir am Nordrand des Filchner-Troges bei 75° Süd, Messungen von Polarstern-Expeditionen der Jahre 2014 und 2016 wiederholen. Der Vergleich ermöglicht somit Aussagen über zeitliche Veränderungen im Ausstromsystem“, sagt Expeditionsleiter Schröder.
Alle ozeanographischen Messungen im Filchner-Trog sind eine Erweiterung der unter dem Eis angebrachten Verankerungen des FISP-Projektes (The Filchner Ice Shelf Project). Deren Datenaufzeichnung der Wassersäule in einer Kaverne unter dem Schelfeis ergänzen weitere Verankerungen und hydrographische Schnitte vor dem Schelfeis. So können die Wissenschaftler ihre Messungen direkt an der Quelle mit Messungen stromab verknüpfen. „An beiden Standorten gibt es inzwischen Zeitreihen der physikalischen Größen von mindestens vier Jahren, die noch um mindestens vier weitere Jahre fortgesetzt werden sollen. Damit können wir längerfristige Vorhersagen über die Schmelzprozesse des Filchner-Ronne-Schelfeises machen“, berichtet Dr. Hartmut Hellmer, der den ozeanographischen Teil von FISP am Alfred-Wegener-Institut leitet.

Auf der Expedition kam erstmals unter dem Schelfeis der Antarktis auch ein spezielles Unterwasserfahrzeug vom britischen National Oceanography Centre (NOC) und British Antarctic Survey (BAS) zum Einsatz. Mit seiner Hilfe konnten die Forscher Temperatur, Salzgehalt und Tiefe des Wassers in einer Kaverne unter 550 Meter dickem Eis messen. Außerdem gehörten Vertreter geologischer, meereisphysikalischer, geochemischer und biologischer Arbeitsgruppen zu den 52 wissenschaftlichen Fahrtteilnehmenden der interdisziplinären Expedition. Neben den wissenschaftlichen Arbeiten hat die Polarstern auch logistische Aufgaben übernommen: Vom 28. bis 30. Januar stoppte sie an der Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts und versorgte die Station mit Treibstoff und wissenschaftlichem sowie logistischem Material. Weiterhin lief der Eisbrecher Anfang März die britische Station Halley an und nahm von dort Material und Personal mit Richtung Südamerika.
Nach dem Einlaufen in Punta Arenas (Chile) wechseln die Fahrtteilnehmenden und das Schiff wird mit frischem Proviant, Treibstoff und wissenschaftlichem Material versorgt. Am 17. März sticht die Polarstern mit neuer Crew zu einer siebenwöchigen Expedition mit Ziel Antarktische Halbinsel in See. Nach einem weiteren Zwischenstopp in Punta Arenas steht der Transit zurück in den Heimathafen Bremerhaven an, wo die Polarstern am 11. Juni zurückerwartet wird.

Das AWI-Forschungsflugzeug Polar 5 bricht am 15. März auf nach Grönland. Vom äußersten Nordosten der Insel aus untersucht ein internationales Wissenschaftlerteam vier Wochen lang, wie sich die Arktis verändert. In der PAMARCMiP-Kampagne messen sie das Meereis und die Atmosphäre zwischen Grönland und Spitzbergen – am Boden, mit einem Fesselballon und vom Flugzeug aus. Dabei haben sie es vor allem auf Rußpartikel abgesehen.
Bremerhaven, 12. März 2018. Bislang ist Grönland nicht gerade für Flächenbrände bekannt. Doch in einer Torflandschaft im Westen der Insel breitete sich im vergangenen Sommer ein Feuer über mehrere Quadratkilometer aus. Satellitenbilder zeigten die enorme Rauchentwicklung. Sollten solche Brände in der Arktis in Zukunft zunehmen, hätte das selbst für nahezu unbewohnte Regionen Auswirkungen mit ungewissem Ausgang. Wenn sich Rußpartikel – sogenannter Black Carbon – auf dem Schnee und Eis ablagern, reduziert sich deren Reflexionsvermögen und die Oberfläche absorbiert mehr Sonnenstrahlung. Dadurch wiederum schmilzt das Eis noch schneller als bisher.
Mögliche Brände sind aber nur eine von vielen Quellen für Rußpartikel. „Wir sehen in der Arktis schon jetzt eine deutliche Zunahme der Schifffahrt. Außerdem rückt die Region immer weiter in den Fokus für den Abbau von Ressourcen. Deshalb wollen wir auf unserer Kampagne herausfinden, welche Konsequenzen die damit verbundene Zunahme an Ruß und anderen Aerosolpartikeln mit sich bringen wird“, sagt Andreas Herber, Projektkoordinator am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Die Partikel seien außerdem so klein und leicht, dass sie selbst aus weit entfernten Gebieten in Sibirien oder Nordamerika bis nach Grönland gelangen können.

Rund 30 Wissenschaftler und Techniker aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Japan werden in den nächsten vier Wochen von der grönländischen Forschungsstation Villum aus Flugbeobachtungen und Bodenmessungen durchführen und dabei unter anderem Ruß im Schnee und in den Wolken untersuchen. Die Kampagne PAMARCMiP (Pan-Arctic Measurements and Arctic Climate Model Intercomparison Project) ist Teil des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs 172 – Arktische Klimaveränderungen. Ziel des Forschungsverbundes ist es, die Klimaentwicklung in der Arktis mit verschiedenen Methoden und über längere Zeiträume zu beobachten, um die Verlässlichkeit von Modellen zur Vorhersage der beobachteten Erwärmung in der Arktis weiterentwickeln zu können. Die Ursachen dieser überdurchschnittlichen Erwärmung beruhen auf vielfältigen Faktoren, die das Klima in dieser Region beeinflussen, die aber bisher noch nicht vollständig bekannt sind. „Die Messungen während PAMARCMiP sind ein wichtiger Baustein im Puzzle der arktischen Klimaveränderung. Eine Zusammenarbeit verschiedener Teilprojekte des Sonderforschungsbereichs hilft uns dabei, Beobachtungen mit Hilfe von Wetter- und Klimamodellen besser zu interpretieren. Außerdem erhoffen wir uns dadurch neue Schlussfolgerungen zum Beispiel über die derzeitigen Quellen und Transportwege von Ruß in die Arktis“, sagt André Ehrlich vom Leipziger Institut für Meteorologie der Universität Leipzig, das diesen DFG-Sonderforschungsbereich koordiniert.
In insgesamt 70 Flugstunden wollen die Wissenschaftler neben dem Ruß und anderen Partikeln noch viele weitere Parameter messen – darunter etwa die Meereisdicke, die als Schlüsselgröße für die Entwicklung des Meereises gilt. „Im Klimasystem spielt nicht nur die Ausdehnung des arktischen Meereises eine Rolle. Wir müssen auch genau wissen, wie dick es ist. Nur dann können wir sagen, ob das Meereis insgesamt weniger wird“, sagt Andreas Herber. Die Messung erfolgt mit einer Meereisdickensonde, dem sogenannten EM-Bird, die an dem Forschungsflugzeug Polar 5 angebracht ist und während des Flugs auf eine Höhe von etwa 10-15 Metern über dem Meereis hinabgelassen wird. Verknüpft man die Messung mit Satellitendaten, lässt sich abschätzen, wie groß die Eismenge insgesamt ist.

Die Flugkampagne wird durch intensive Messungen am Boden ergänzt, die als wichtige Referenz für die Flugzeugmessungen dienen. Hier nehmen die Wissenschaftler etwa Schneeproben, um Korngröße, Reflexionsvermögen und Konzentration der Rußpartikel zu untersuchen. Ferner werden am Boden Messungen zur Häufigkeit von Aerosolpartikeln durchgeführt, die die Bildung und das Gefrieren von Wolken beeinflussen. Zur Verknüpfung von Boden- und Flugzeugmessungen kommen ein Fesselballon und eine Drohne zum Einsatz, die meteorologische Messungen bis in einer Höhe von 1.000 Metern ermöglichen. „Derartige Untersuchungen sind speziell in der Arktis sehr wichtig, weil wegen der komplizierten Struktur der dortigen Atmosphäre Bodenmessungen alleine nicht aussagefähig sind“, sagt Holger Siebert vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig.
Zum ersten Mal dient während der diesjährigen PAMARCMiP-Kampagne die grönländische Forschungsstation Villum als Basis. Für die Wissenschaftler hat der Standort im äußersten Nordosten Grönlands einen entscheidenden Vorteil: „Hier haben wir ideale meteorologische Bedingungen für unsere Messungen. Es ist fast so, als würde sich die Basis direkt auf dem Meereis befinden. Auf vergleichbaren Kampagnen von Spitzbergen aus mussten wir teilweise erst weite Strecken fliegen, um an die Meereisgrenze zu kommen“, sagt Andreas Herber. Die entfernte Lage ist jedoch auch eine logistische Herausforderung, denn die Forschungsstation Villum ist für die Wissenschaftler und ihre Ausrüstung weder per Schiff noch mit Linienflieger erreichbar.
Weitere Informationen zur Kampagne befinden sich unter:
http://www.ac3-tr.de/overview/observations/pamarcmip-2018/
Das Meereis in der Arktis schwindet weiter: Seit Satelliten in den 1970er Jahren die weiße Kappe über dem Nordpolarmeer im Blick haben, war die Fläche in keinem einzigen Februar so klein wie dieses Jahr. Grund dafür sind Warmlufteinbrüche, die nicht nur häufiger in die Arktis kommen, sondern auch stärker werden und weiter nach Norden dringen.
Als weite Teile Europas im Februar in eisiger Polarluft bibberten, wärmten im Gegenzug milde Winde aus dem Süden die Arktis und bescherten dem Norden Grönlands mitten in der Polarnacht Temperaturen von plus sechs Grad Celsius. Solche in diesen Breiten sommerlich erscheinenden Werte bei gleichzeitig sibirischer Kälte in Mitteleuropa sind Wettermuster, die mit dem Klimawandel verknüpft sind. Warme Luft bremst das Gefrieren von Wasser im Nordpolarmeer. Bildet sich weniger Eis, bleibt die Eisdecke im Winter kleiner als in anderen Jahren und der Ozean erwärmt sich schneller.
Im Februar 2018 registrierten Forscher am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) dann auch tatsächlich mit knapp 14 Millionen Quadratkilometern den niedrigsten Durchschnittswert für die Eisfläche im hohen Norden seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1978. „Allerdings nimmt die Eisbedeckung im Februar keineswegs von Jahr zu Jahr gleichmäßig ab, sondern schwankt erheblich“, erklärt der Meereisphysiker Marcel Nicolaus vom Alfred-Wegener-Institut. Über längere Zeiträume ergibt sich jedoch ein klarer Trend – die Eisdecke auf dem Nordpolarmeer schrumpft im Monat Februar um durchschnittlich 2,75 Prozent pro Dekade.

„Hinter dieser langfristigen Abnahme steckt eindeutig der Klimawandel“, sagt Marcel Nicolaus. Mit Konsequenzen für das Wetter der Nordhemisphäre: Steigen die Temperaturen und verkleinern sich die Eisflächen auf dem Nordpolarmeer, verändern die geringen Unterschiede im Luftdruck zwischen verschiedenen Gebieten den sogenannten Polarjet. Mit diesem Begriff bezeichnen Meteorologen einen Gürtel starker Winde, die mit Geschwindigkeiten von einigen Hundert Kilometern in der Stunde hoch oben in der Atmosphäre von West nach Ost um den Globus brausen. Allerdings bildet der Polarjet keinen perfekten Kreis, sondern kann riesige Schleifen bilden, besonders wenn sich der Temperaturunterschied zwischen dem Norden und dem Süden verringert. Vergrößern sich mit dem Klimawandel also die Schwingungen des Polarjets, dringt mancherorts Warmluft viel weiter als in normalen Zeiten nach Norden und andernorts Kaltluft viel weiter nach Süden.
Genau diese Entwicklung können Klimaforscher bereits beobachten: Die Warmlufteinbrüche in die Arktis kommen nicht nur häufiger, sondern werden auch stärker und dringen weiter nach Norden. Im Februar 2018 schwenkte der Polarwirbel über Grönland besonders weit nach Norden, über Europa reichte er dagegen weit nach Süden. Dabei klemmte er ein Hochdruckgebiet über Skandinavien und ein Tief über Grönland praktisch ein. An deren Flanken flutete eiskalte Polarluft auf kürzestem Weg weit in den Süden Europas, während über Grönland warme Luft weit nach Norden floss, die dort das Bilden einer Eisdecke auf dem Nordpolarmeer bremste.
Um diese Änderungen besser zu verstehen, reicht es nicht, nur die Eisfläche der Arktis zu vermessen. Auch die Eisdicke spielt eine erhebliche Rolle, denn dünnes Eis bricht schneller und wird vom Wind leichter vertrieben oder zusammengedrückt. Deshalb messen die Forscher seit 2010 vor allem mit Hilfe des europäischen Satelliten CryoSat-2 und anderer Erdbeobachtungssatelliten auch die Dicke des Eises auf dem Nordpolarmeer. „Auch dabei zeichnet sich ein erster Trend zu durchschnittlich dünnerem Eis ab“, erklärt AWI-Forscher Marcel Nicolaus. Der Klimawandel lässt das Eis auf dem Nordpolarmeer also nicht nur in der Fläche, sondern auch in der Masse schrumpfen. Ein Teufelskreis: Die Eisdecke wird empfindlicher und variabler. Das wiederum lässt die Temperaturen weiter steigen, weil offenes Wasser viel mehr Sonnenwärme auf der Erde hält als eine Eisdecke.

Was veranlasst eine junge Frau aus Bayern nach Bremerhaven zu ziehen? Bestimmung, Zufall, Begeisterung…? Bei Teresa Grunwald war definitiv Letzteres im Spiel und entscheidend für ihre berufliche Entwicklung.
Studium als Steilvorlage
Auslöser für Teresa Grunwalds Entscheidung, unsere Seestadt zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen, war ein Urlaubsaufenthalt in 2013. Mit ihrer Familie besuchte sie Bremerhaven und das Deutsche Auswandererhaus. Die zahlreichen Migrationsgeschichten und die eindrucksvolle Welt, die in diesem musealen Erlebnisraum geschaffen wurde, begeisterten Teresa Grunwald nachhaltig. Drei Jahre später adressierte sie eine Bewerbung an das preisgekrönte Erlebnismuseum. Ein Bachelorabschluss mit kulturgeschichtlichem Schwerpunkt, ein anschließender Master in Nordamerika-Studien an der Universität Augsburg und Erfahrung in der Pressearbeit, waren Steilvorlagen für das Deutsche Auswandererhaus. Das Wissen um die Geschichte und Kultur Nordamerikas, journalistische Erfahrung und die Begeisterung für das Deutsche Auswandererhaus und das Thema der Amerikaauswanderung – all das verschaffte Teresa Grunwald 2016 den erwünschten Arbeitsplatz als Volontärin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der 800 Kilometer entfernen Seestadt.
Bremerhaven ist gar nicht so
Heute – zwei Jahre später – berichtet Teresa Grunwald voller Enthusiasmus von ihrer Arbeit, von Bremerhaven – das sie mit offenen Armen empfangen hat – und von ihrem neuen Leben an der Küste. „Hier kann man sich – aller Einwendungen von Freunden und Kommilitonen im fernen Augsburg zum Trotz – wirklich wohlfühlen.“ Das liegt an der guten Gemeinschaft unter den Kolleginnen und Kollegen im Deutschen Auswandererhaus, am vielfältigen Kulturangebot Bremerhavens und nicht zuletzt an der Offenheit im persönlichen Umgang.
Abwechslungsreicher Arbeitsalltag
Auf die Frage, was sie an ihrer Arbeit besonders begeistert, berichtet die Pressevolontärin fasziniert von ihren persönlichen Kontakten mit Menschen, die eine eigene Auswanderungshistorie haben oder in einem besonderen Bezug zu den Ausstellungsaktivitäten des Hauses stehen. „Nach wie vor ist es ein berührendes Erlebnis, in die Biografien vergangener Zeiten einzutauchen“, sagt die junge Augsburgerin. „Zu meinen persönlichen Highlights zählen die ‚Galerie der 7 Millionen’ – die zum Beginn des Rundgangs durch die Ausstellung in ihren zahlreichen Schubläden das Andenken vieler Auswanderer bewahrt – sowie das neu geschaffene ‚Studio Migration’. Hier werden die gewohnten Pfade eines Museums verlassen, Aufzeichnungen von gesellschaftlichen Debatten zu Migrationsfragen ermöglicht und Erinnerungen von Zeitzeugen für die Nachwelt erhalten“, schwärmt Teresa Grunwald. Sie betont, dass ihr Arbeitsalltag allein deshalb abwechslungsreich sei, weil sie grundsätzlich an allem interessiert ist, was in „ihrem“ Museum vor sich geht. Regelmäßig übernimmt sie auch Besucherführungen und hält auf diesem Weg den Kontakt zur Zielgruppe. Daher kennt sie Befindlichkeiten und Interessenlagen der Gäste aus eigenem Erleben – überaus hilfreich in der Arbeit für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Zufall oder Bestimmung
Das analytische Instrumentarium für die PR-Arbeit eignete sich Teresa Grunwald während ihres Studiums an. Zudem war sie für eine Zeitung in Bayern als Redakteurin aktiv. Teresa Grunwald hat erkennbar Spaß an der Arbeit und genießt es jeden Tag Neues zu lernen. In der Freizeit zieht es sie oft und gern an den Weserdeich. Wer sich mit ihr über den frischen Wind, dass Wasser und die vorbeiziehenden Schiffe unterhält, den beschleicht das Gefühl, dass der familiäre Besuch in Bremerhaven kein Zufall gewesen sein kann.
Text: Michael Arzenheimer

Wie pragmatisch und lebensnah Erkenntnisse der Informatik sein können, beweist der Kurzvortrag „Chancen beim Speed-Dating“, der im Rahmen von „SCIENCE GOES PUBLIC!“ am 15. März gegeben wird. Professor Dr. Mathias Lindemann von der Hochschule Bremerhaven geht dann im Café de Fiets in der „Alte Bürger“ näher auf das Heiratsproblem ein. Gestartet wird um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist wie immer kostenfrei.
Zehn Frauen, zehn Männer auf der Suche nach der idealen Partnerschaft. Wie bringt man die Paare so zusammen, dass die Partnerschaft hält, stabil bleibt? Gibt es ein Verfahren, mit der Heiratsvermittelnde immer eine passende Konstellation finden, so dass alle glücklich sind? Was bedeutet Glück in diesem Zusammenhang? Bekommt jeder den besten Partner? Diesen Fragen geht Professor Dr. Mathias Lindemann in seinem kurzweiligen Vortrag nach. Er beweist, dass das stabile Heiratsproblem ein Zuordnungsproblem aus der angewandten Informatik ist, das mit Hilfe mathematischer Techniken gelöst wurde. Der interaktive Beitrag in der Kneipe gibt Einblicke in die Lösung des Problems und zeigt, wo das Verfahren noch angewendet wird. Der Referent steht nach seinen Ausführungen auch für Fragen bereit.
2015 in Bremerhaven gestartet, ist „SCIENCE GOES PUBLIC!“ seit letztem Herbst eine Landesinitiative. Zugleich ist die Veranstaltungsreihe eine Kooperation des Bremerhavener Netzwerks „Pier der Wissenschaft“ mit dem Netzwerk Wissenschaftskommunikation Bremen/Bremerhaven. Die Veranstaltungsreihe wird von der Erlebnis Bremerhaven GmbH und der Wirtschaftsförderung Bremen GmbH unterstützt.
„SCIENCE GOES PUBLIC!“ widmet sich immer donnerstags bis zum 12. April neuesten Erkenntnissen der heimischen Wissenschaft, die von Forschern im ungewöhnlichen Ambiente einer Kneipe unterhaltsam vermittelt werden.
Weitere Information unter www.sciencegoespublic.de.

Der internationale Weltfrauentag hat eine über 100-jährige Geschichte. Seit 1911 feiern Frauen weltweit, um auf Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam zu machen. Auch in Bremerhaven finden aus diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen rund um den 08.März statt.
Daran mitwirkend beteiligen sich auch fünf Einrichtungen der Pier der Wissenschaft:
Arbeitnehmerkammer Bremerhaven
06.03.2018 um 18:30 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Blickwinkel“ – Malerei und übermalte Fotografie
Christina Völker war im Januar / Februar Stipendiatin im Wilke Atelier in
Bremerhaven. Seit dieser Zeit setzt sich die Künstlerin malerisch mit Blickwinkeln
und Szenen von Menschen auseinander, die auf dem Weg sind. Das
Auswandererhaus und die aktuelle Situation der flüchtenden Menschen auf
der Welt dienten als Inspiration.
Christina Völker malt mit Acrylfarbe, Bitumen und Tuschen.
Des Weiteren war und ist Christina Völker stets mit der Kamera unterwegs um
bestimmte Blickwinkel, besonders der Stadt Bremerhaven festzuhalten. Die
Fotografien werden dann mit Acrylfarbe weiter gestaltet.
Anmelden ist nicht nötig und der Eintritt ist frei.
Historisches Museum Bremerhaven
11.03.2018 um 15:00 Uhr
„Frauen hatten die Wahl? Lebenswelten Bremerhavener Frauen in der Vergangenheit“ – Führung
100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland beleuchtet
der Rundgang durch das Historische Museum Bremerhaven das Leben und die
Wahlmöglichkeiten von Frauen in der Vergangenheit der Stadt. Dabei stoßen
die Teilnehmerinnen auf bekannte Namen wie Lale Andersen oder Gesine
Wencke. Die Führung thematisiert aber auch jene Frauen, deren Namen heute
vergessen sind. Die Teilnehmerinnen tauchen ein in die Lebensumstände der
Fischwerkerinnen, die bei harten Arbeitsbedingungen und geringer Bezahlung
ein Rückgrat der Bremerhavener Wirtschaft darstellten.
Anmelden ist nicht nötig und der Eintritt ist frei.

Stadtbibliothek Bremerhaven
13.03.2018 um 17:00 Uhr
„Unter uns: Frauen beraten Frauen in der Energiewende zuhause“
Klimakatastrophen, Klimawandel und Energiewende sind Themen, auf die man tagtäglich in den Medien hingewiesen wird. Probleme, die jeden alle betreffen. Energiewende zu Hause – wie kann das gehen? Ohne Wärme und ohne Strom geht es nicht. Die Veranstaltung bietet kurze Portraits über alternative Möglichkeiten zur Wärme- und Stromerzeugung in den eigenen vier Wänden.
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter 0471 5902555 oder [email protected] wird gebeten.
Hochschule Bremerhaven
14.03.2018 um 17:15 Uhr
„Chancen mit MINT – offen für alle?“ – Vortrag
Welche Gründe gibt es für die unausgewogenen Geschlechterverhältnisse im
technischen Bereich? Wie können MINT-Berufe und Studienbereiche stärker für Frauen und Männer gleichermaßen geöffnet werden? Im Rahmen des Projektes „Mut zu MINT” organisiert die Hochschule Bremerhaven zusammen mit der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung
der Gleichberechtigung der Frau – Büro Bremerhaven und der Arbeitnehmerkammer
Bremerhaven diese Veranstaltung. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – ein Studien- und Berufsfeld voller Karriere- und Entfaltungsmöglichkeiten, die
allerdings von weiblichen Nachwuchskräften deutlich weniger genutzt werden. Eva Viehoff, Fachreferentin in verschiedenen Projekten für Frauen in MINT-Berufen, beleuchtet Hintergründe und Zukunftsperspektiven. Wir laden alle Interessierten herzlich ein!
Anmelden ist nicht nötig und der Eintritt ist frei.
Volkshochschule Bremerhaven
14.03.2018 um 19:00 Uhr
„100 Jahre Frauenwahlrecht – Wie Frauen erfolgreich das Wort ergreifen“
Das Frauenwahlrecht feiert Geburtstag.
Zur Würdigung des Kampfes für das Frauenwahlrecht lohnt sich ein Blick auf
historisch wichtige politische Reden von Frauen. Von ihren Argumentationsmustern
und Überzeugungsstrategien lässt sich viel für die Gegenwart lernen.
Sie bieten Orientierung für aktuelle, alltägliche Gesprächs- und Interaktionssituationen.
Die Kosten betragen 5,00 €, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Stadtbibliothek Bremerhaven
16.03.2018 um 19:00 Uhr
Fünfter Frauenleseabend
Die Stadtbibliothek Bremerhaven lädt im Rahmen der Frauenwoche zum Frauenleseabend ein. In diesem Jahr kommt Anne Barns nach Bremerhaven. Anne Barns liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich deshalb am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei. Und so heißt ihr Roman auch „Apfelkuchen am Meer“. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept. Dazu gibt es wieder ein leckeres Buffet, viel Zeit zum Reden untereinander und interessante Buchvorstellungen.
Die Kosten betragen 18,00 € einschließlich Buffet und eine Eintrittskarte sollte im Voraus bei der Stadtbibliothek oder in der Buchhandlung Memminger erworben werden.