Anbaupläne für das Historische Museum Bremerhaven

Erweiterung der Dauerausstellung möglich

Schon beim Bau des Historischen Museums Bremerhaven an der Geeste, die Eröffnung war 1991, sicherte sich die Stadt einen Teil des hinteren Grundstücks in der Bussestraße für eine spätere Erweiterung des Museums. Dieses Grundstück mit einem ehemaligen Einfamilienhaus aus dem 1950er Jahren wurde seitdem für die zu klein geplante Verwaltung genutzt. Nun ergibt sich die langerwartete Möglichkeit, bereits schon in diesem Jahr, spätestens aber 2024, auch das benachbarte Erbpachtgrundstück zu übernehmen. Zusammen verfügen beide Grundstücke über rund 700 qm.

Ein lang gehegter Wunsch der Museumsleitung ist es, die Dauerausstellung um die Zeit von 1960 bis 2000 zu erweitern sowie die Räume für die Museumspädagogik zu modernisieren und zu vergrößern. Hierfür legte Museumsarchitekt Wolfgang Bendig in Zusammenarbeit mit Museumsdirektorin Dr. Anja Benscheidt nun erste Entwürfe vor. Das zweigeschossige Gebäude verfügt über eine Nutzfläche von 1200 qm und verbindet nahtlos das alte mit dem neuen Gebäude. Somit würde sich die neue Dauerausstellung direkt an die Abteilung zur Bremerhavener Geschichte von 1920 bis 1960 anschließen. Die Museumspädagogik bekäme einen direkten Zugang zum Innenhof, der damit auch für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden könnte.

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Mögliches Erweiterungsgrundstück des Historischen Museums Bremerhaven, von der Bussestraße aus gesehen. (c) Historisches Museum Bremerhaven

Zurzeit endet der historische Rundgang durch die Dauerausstellung im Jahr 1960. Daher fehlt im Historischen Museum Bremerhaven die Zeitgeschichte, die viele Menschen miterlebt

haben und für die in der Regel ein großes Interesse besteht, da sich dadurch hohe Identifizierungspotentiale ergeben können. Für die Entwicklung von Bremerhaven hat die Zeit von 1960 bis 2000 eine große Bedeutung, da in diesem Zeitraum in der Stadt grundlegende Strukturveränderungen stattfanden, die bis heute ihre Auswirkungen zeigen. Eine Aufarbeitung dieser Zeit in einer ständigen Ausstellung würde dazu beitragen, Integrationsprozesse zu vereinfachen und Identität mit der Stadt zu stiften.

Ansichten
Vorentwurf des Anbaus vom Vorplatz des Museums aus gesehen (c) Historisches Museum Bremerhaven

Anders als fast alle anderen Museen in Bremerhaven hat das Historische Museum bislang keine Erweiterung erfahren. Nach nunmehr fast 30 Jahren und mit einer stetig wachsenden Sammlung ist es an der Zeit, die Attraktivität des Museums an der Geeste zu steigern. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir die Bremerhavener Geschichte von 1945 bis 1989 intensiv aufgearbeitet, dazu Sonderausstellungen präsentiert und umfangreiche Veröffentlichungen vorgelegt“, so Museumsdirektorin Dr. Anja Benscheidt.

Weitere Informationen unter: www.historisches-museum-bremerhaven.de

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