BIS Bremerhaven bewilligt neues Forschungsprojekt

In Bremerhaven sind mit den kürzlich neu angesiedelten Thünen Instituten und dem Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung zwei renommierte Forschungsinstitutionen beheimatet, die sich dem Schutz unserer
(Meeres-)Umwelt widmen. Zusammen mit dem Bremerhavener Windparkunternehmen WindMW Service GmbH wollen die drei Kooperationspartner die Möglichkeiten der Co-Nutzung von Offshore Windkraftgebieten erforschen. Die BIS Bremerhaven unterstützt dieses Forschungsprojekt.

Durch die drastische Zunahme von menschlichen Belastungen auf Meeresökosysteme, Raumknappheit, einem stetig steigenden Energiebedarf zusammen mit sich verändernden Umweltbedingungen und aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit der Ressource Fisch ergeben sich Nutzungskonflikte.

Die südliche Nordsee, inklusive der deutschen AWZ, weist eine hohe Dichte an menschlichen Nutzungen, wie Offshore-Windkraft, Schifffahrt, Fischerei, Sand- und
Kiesentnahme sowie einer größeren Anzahl an Meeresschutzgebieten auf. Der Ausbau von erneuerbarer Energie und Fischereimanagementmaßnahmen innerhalb der Natura2000 Schutzgebiete bergen ein erhöhtes Konfliktpotential zwischen den betroffenen Sektoren wie Fischerei oder Offshore-Windkraft. Bis heute finden sich
kaum Raumplanungsbeispiele, bei denen die räumlichen Belange von etablierten
Nutzungen wie Fischerei oder neuer Nutzungen wie Aquakultur berücksichtigt
wurden.

Mit Hilfe einer experimentellen Umsetzung von Co-Nutzung sollen in diesem Projekt
Wissenslücken in Hinblick auf Sicherheitsmaßnahmen, Ökosystemverträglichkeit
von passiver Fischerei und jeder Art von Aquakultur in Windparks sowie ökonomische Konsequenzen und Anreize zusammen mit den wichtigsten Akteuren adressiert werden. Ziel dieses Projektes ist es, praktische Lösungsansätze zu einer Reduzierung von Nutzungskonflikten und der Förderung einer nachhaltigen Ressourcennutzung umzusetzen.

Die ökologischen Grundlagen und geeignete Fangtechnik für eine nachhaltige passive Fischerei werden durch experimentelle Studien im Windpark Meerwind Süd/Ost erarbeitet. Für den Bereich Aquakultur wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet und ein lokales Vermarktungskonzept für nachhaltige Produkte entwickelt.

Das Projekt wird vom Thünen Institut für Seefischerei in Kooperation mit dem
Alfred-Wegner-Institut und dem Windparkbetreiber WindMW Service GmbH
durchgeführt und mit Mitteln des Bremer Umweltsenators aus dem Programm für
Angewandte Umweltforschung (AUF) sowie Mitteln aus dem Europäischen Fonds
für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

 

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