Mit Liebesleben der Kieselalgen auf die große Bühne

AWI-Biologe vertritt Bremerhaven beim Vorentscheid der Bundes-Science-Slammer

Michael Kloster kann seine komplexe Wissenschaft unterhaltsam und verständlich erklären, das hat der Polar-Biologe vom Alfred Wegener Institut im diesjährigen Bremerhavener Science Slam gerade bewiesen. Nun führt ihn diese Begabung auch nach Braunschweig: Der 46-jährige Doktorand vertritt die Seestadt beim Regionalwettbewerb Nord am 17. Juni 2017. Das ist einer von vier Vorentscheiden für den nationalen Science Slam im Wissenschaftsjahr 2016/2017. Überzeugt Michael Kloster auch dort mit seiner Präsentation zum Liebesleben der Kieselalge, steht er im Herbst 2017 sogar in Berlin auf der ganz großen Bühne.

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Michael Kloster – Sieger des Science Slam Bremerhaven 2016, Foto: Erlebnis Bremerhaven GmbH

„Wir freuen uns sehr“, so Michael Gerber von der Erlebnis Bremerhaven GmbH, „dass unsere Kooperation mit dem Braunschweiger Haus der Wissenschaft diese spannende Möglichkeit für den Bremerhavener Sieger eröffnet hat.“ Die Erlebnis Bremerhaven GmbH hat als Geschäftsstelle des Netzwerks Pier der Wissenschaft den Science Slam vor wenigen Tagen erstmalig organisiert.

Mit seinem Kurz-Vortrag „Sex im gläsernen Käfig“ konnte Michael Kloster am 20. Oktober die rund 80 Gäste im „storms söben“ restlos begeistern – mehrfach zückten die Zuschauer als Jury die Bestnote „10“. Auf seinen persönlichen Unterhaltungswert setzt der Forscher auch in Braunschweig – und auf das Thema, denn das Liebesleben der Algen verblüfft und ist überraschend spannend. Grundlage seines Slam-Vortrags sind unter anderem 6500 automatisierte mikroskopische Aufnahmen und Vermessungen von Kieselalgen, die einen Großteil seiner Arbeit ausmachen. Auch davon erzählt der Antarktis-Biologe im Stile eines Profi-Slammers. Durch den Bremerhavener Science Slam auf den Geschmack gekommen, fährt Michael Kloster schon im nächsten Monat zu zwei weiteren Science Slams: am 2. November tritt er bei einem lokalen Event in Berlin auf, am 16. November in Bremen.

Nach dem Vorbild des „Poetry Slam“ wird beim „Science Slam“ geballte Wissenschaft präsentiert, verpackt in spannende und anschauliche Vorträge. Maximal zehn Minuten stehen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung, um den Zuschauern ihre wissenschaftliche Forschungsarbeit unterhaltsam und verständlich darzubieten und damit die Köpfe und Herzen der Zuschauer zu erreichen.

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