Walther Herwig III auf Gröndlandreise

Expeditions-Blog der 400. Fahrt des Forschungsschiffes

Aurora borealis: Polarlichter in grün bis orange schimmernden Farben über dem Schiff sind der Beweis arktischer Breitengrade – wir sind im Untersuchungsgebiet angekommen und arbeiten.

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Aurora borealis, Foto: Thünen-Institut

Auf dieser Expedition stehen fischereibiologische Untersuchungen der Kabeljau- und Rotbarschbestände sowie anderer ökologisch wichtiger Grundfischarten in der Grönlandsee im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Management- und Nutzungsstrategien für diese Bestände zu optimieren. Dies ist nur mit einem langfristigen Forschungsansatz möglich, daher führen wir diese Bestandserfassungen jedes Jahr um diese Zeit durch – jetzt schon zum 35. Mal.

Bei den ergänzenden biologisch-ozeanographischen Untersuchungen beproben wir das Zooplankton, also kleinere Meeresorganismen, die Nahrungsgrundlage für viele Fischarten sind. Zudem erfassen wir hydrografische Messgrößen an ausgewählten Fischereipositionen, internationalen Standardpositionen und Transekten (das sind Beprobungen entlang einer vorher festgelegten Route).

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Arbeiten im Fischlabor, Foto: Thünen-Institut

Ein Blick zurück auf die letzten Tage: Bei einem zweiten – nun technischen – Zwischenstopp in Island zur Übernahme eines Ersatzteils nutzten wir den unerwarteten Landgang zu einem Ausflug in die nähere Umgebung  von Reykjavik. Dann ging es nach Westen in Richtung Dohrnbank, einem fischreichen Seegebiet zwischen Island und Grönland. Stürmische Tage und klare Nächte – allerdings fehlen bei mehrheitlich südlichen Winden bislang Eisberge und extreme Kälte, ein Umstand, der das Arbeiten einfacher macht. Die ersten Hols im vom Irmingerstrom beeinflussten Wasser an der Dohrnbank liefern gute Ergebnisse für Kabeljau. Weiter westlich bestätigen die ersten Hols am ostgrönländischen Schelf allerdings den negativen Trend für den Tiefsee-Rotbarsch.

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Rauhe See bei Island, Foto: Thünen-Institut

Die nächsten Tage wird ein neuerliches Tief das Wetter bestimmen. Wir hoffen trotzdem, dass wir die Arbeiten wie geplant fortsetzen können.

Viele Grüße von Bord – und bis zum nächsten Blog-Eintrag.

 

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